„Werkstatt der Mutigen“ in Chemnitz: Ein Raum für offenen Dialog

Am 21. Februar 2025 hat Start with a Friend (SwaF) zur „Werkstatt der Mutigen“ in Chemnitz eingeladen und bot damit einen offenen Raum für Austausch und gesellschaftlichen Dialog.

Im Mittelpunkt standen Gespräche zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Bundestagskandidatinnen und -kandidaten aus Chemnitz. Die Veranstaltung gab Gelegenheit, aktuelle gesellschaftliche Fragen zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Auf Einladung von SwaF nahmen folgende Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag teil:

Detlef Müller (SPD)
Norma Grube (FDP)
Marten Henning (Die Linke)
Sebastian Töpper (Volt)
Nora Seitz (CDU)
Christin Furtenbacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Schutz vor Extremismus – Wie können demokratische Werte gestärkt und Extremismus präventiv begegnet werden?
Integration – Welche Barrieren bestehen für Migrantinnen und Migranten sowie die Aufnahmegesellschaft, und wie können sie gemeinsam überwunden werden?
Gewaltbereite Entwicklungen in Chemnitz – Welche Ursachen gibt es und welche Lösungsansätze können helfen?

Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von Begegnung und offener Debatte, insbesondere in herausfordernden gesellschaftlichen Zeiten. Die Teilnehmenden diskutierten intensiv über Perspektiven und Herausforderungen und tauschten Ideen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts aus.

Start with a Friend Chemnitz engagiert sich bereits seit Jahren für den gesellschaftlichen Dialog vor Ort und setzt sich für mehr Austausch und gegenseitiges Verständnis ein. Die „Werkstatt der Mutigen“ hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, über gesellschaftliche Herausforderungen offen zu sprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Ein herzliches Dankeschön geht an den Kraftverkehr Chemnitz, der uns mit der schönsten Location der Stadt eine perfekte Umgebung für den Austausch geboten hat. Mehr über den Veranstaltungsort unter: www.kraftverkehr-chemnitz.de

Gefördert wurde die Veranstaltung durch ProjectTogether gGmbH, die gesellschaftliche Innovationen unterstützt.

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben – insbesondere dem engagierten SwaF-Team in Chemnitz.

Ein Paar Eindrucke im Video:

Start with a Friend München im Fokus: Dreh mit dem Bayerischen Innenministerium

Große Ehre für unser Team in München! Das Bayerische Innenministerium hat Start with a Friend (SwaF) für einen Videodreh ausgewählt, um unser Engagement für Integration und gelebte Freundschaft zu würdigen.

In dem Video, das im Rahmen der Initiative „Integration – Wir machen mit!“ entstanden ist, wird unsere Arbeit vor Ort vorgestellt: Wie wir Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammenbringen, wie unsere Tandempartnerschaften funktionieren und welche positiven Auswirkungen das Engagement unserer Ehrenamtlichen hat.

Das Filmteam begleitete unser Münchener Team und einige unserer Tandempartner*innen, um authentische Einblicke in die Begegnungen und den Zusammenhalt zu geben, die SwaF möglich macht.

Ein riesiges Dankeschön an Simon, Helene sowie alle Swafis vor Ort, die mitgewirkt haben und diesen Dreh ermöglicht haben! Eure Begeisterung und euer Engagement sind das Herzstück unserer Arbeit – und es ist großartig, dass das nun in diesem Video sichtbar wird.

Du möchtest Teil von SwaF werden? Dann schau bei unseren Standorten vorbei und mach mit!

Multiplikator*innenschulung 2025: Drei Tage Praxis, Wissenstransfer und Teamaufbau

Vom 11. bis zum 13. April 2025 fand in Fulda der Praxisteil der Multiplikatorinnenschulung statt. Drei Tage lang standen intensiver Austausch, praxisnahe Weiterbildung und gemeinsames Lernen im Mittelpunkt – mit dem Ziel, neue Koordinatorinnen optimal auf ihre Aufgaben an den bundesweiten Standorten vorzubereiten.

In drei intensiven Tagen bereiteten wir die neuen Kolleginnen optimal auf ihre Aufgaben an den bundesweiten Standorten vor. Angelehnt an unser neues Tandem-Standortmodell, das ab diesem Jahr bundesweit greift, werden nun 17 SwaF-Standorte jeweils durch zwei Koordinatorinnen betreut: eine Person mit Schwerpunkt Tandemvermittlung und eine mit Fokus auf Standortkoordination. Damit professionalisieren wir unsere lokalen Strukturen und stärken die Nachhaltigkeit unseres Engagements direkt vor Ort.

Die Schulung war praxisnah und partizipativ gestaltet. Neben einem fundierten Einblick in das SwaF-Programm und unsere Werte stand diskriminierungssensibles Arbeiten im Mittelpunkt – etwa in einem Workshop mit der Expertin Nadine Golly. In rollenspezifischen Arbeitsphasen erhielten die Teilnehmenden konkreten Input: Vermittlungskoordinatorinnen übten Kennenlerngespräche und erfuhren alles rund ums Matching und die Begleitung von Tandems. Standortkoordinatorinnen beschäftigten sich mit Themen wie Ehrenamtsgewinnung, Teamorganisation, Öffentlichkeitsarbeit und lokalen Netzwerken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Wissenstransfer zwischen Ehrenamtlichen, Koordinator*innen und dem Bundesteam. Dabei floss auch viel Erfahrungswissen aus über zehn Jahren Programmgeschichte in die Schulung ein – etwa zur Gestaltung von Infoabenden, Teilnehmendengewinnung oder zur diskriminierungssensiblen Kommunikation. Gemeinsame Reflexionen, kollegialer Austausch und kreative Methoden sorgten für ein offenes Lernklima und stärkten Wir-Gefühl innerhalb des SwaF-Teams.

Darüber hinaus bot das Wochenende Raum für Inspiration, Vernetzung, Teambuilding und persönliche Begegnungen. Ob beim gemeinsamen Abendprogramm oder in thematischen Austauschrunden: Die neuen Koordinator*innen lernten sich kennen, tauschten Erfahrungen aus und gewannen Klarheit über ihre Rolle – ein wichtiger Schritt für ein starkes, bundesweit vernetztes Team.

Die Schulung stellt einen zentralen Baustein unserer Qualifizierungsstrategie dar. Sie ergänzt unser multimediales Ausbildungsprogramm aus E-Learnings, Webinaren und regelmäßigen Austauschrunden. Unser Ziel ist es, allen Koordinator*innen einen sicheren und gut begleiteten Start zu ermöglichen – damit sie mit Selbstvertrauen, Kompetenz und Begeisterung in ihre Aufgaben starten können.
Die Schulung leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie schafft Orientierung, vermittelt praktisches Handwerkszeug und unterstützt die Qualitätssicherung unseres Tandemprogramms.

Wir bedanken uns herzlich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Förderung dieser Schulung im Rahmen von „Menschen stärken Menschen“. Gemeinsam gestalten wir ein vielfältiges, diskriminierungssensibles und wirksames Engagement – vor Ort und bundesweit.

Rückblick: „SwaF meets KOSMOS“ – Zwei Tage gelebte Vielfalt in Chemnitz

Vom 13. bis 15. Juni 2025 wurde Chemnitz zum Treffpunkt für Kunst, Musik, Sport und spannende Gespräche über Demokratie und Vielfalt. Beim KOSMOS-Festival waren über 100.000 Besucher:innen dabei – so viele wie noch nie. Und mittendrin: Start with a Friend – zum ersten Mal mit einem eigenen Programmpunkt.

Im Rahmen des Festivals richtete SwaF am 13. und 14. Juni das zweitägige Event „SwaF meets KOSMOS“ aus – eine Einladung an Engagierte aus ganz Deutschland und neugierige Festivalgäste, gemeinsam gesellschaftlichen Zusammenhalt, interkulturelle Begegnung und ehrenamtliches Engagement zu feiern und zu leben.

Der Freitagabend begann mit einer besonderen Veranstaltung im KRAFTVERKEHR Chemnitz – unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sven Schulze. Zwar konnte er nicht persönlich dabei sein, schickte aber eine Videobotschaft an die SwaF-Community – ein wertschätzender Gruß an alle, die sich engagieren.

In der Diskussion ging es um die Frage, wie ein offenes und inklusives Sachsen gelingen kann. Die Teilnehmenden sprachen ehrlich über Herausforderungen – aber auch über neue Ideen und Hoffnung. Dabei wurde klar: Begegnung auf Augenhöhe, respektvoller Austausch und Raum für Beteiligung sind wichtig für eine starke und vielfältige Gesellschaft – besonders hier in der Region.

Im Anschluss wurde der Veranstaltungsort zur Bühne für gelebte Vielfalt. Das Kulturprogramm brachte Musik, Theater und Mitmachangebote zusammen – und sorgte für einen lebendigen, emotionalen Abend:

· Skrab eröffnete mit gefühlvollem Rap und Texten über gesellschaftliche Themen.Das interkulturelle Kabarett KarmaStadt brachte in drei kurzen Szenen, alltägliche Vorurteile und Perspektivwechsel auf die Bühne.
· Barry Sloan und Arba Manillah setzten musikalische Akzente für Solidarität – Arba Manillah lud darüber hinaus zu einem Trommelworkshop ein, bei dem das Publikum selbst mitmachte.

Der Abend war nicht nur unterhaltsam, sondern hat auch Mut gemacht – und gezeigt, wie Kultur Menschen verbindet und zum Nachdenken anregt.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des persönlichen Austauschs. Unter freiem Himmel an der Oase am Brunnen lud SwaF Chemnitz zum Speedfriending XXL ein – ein Format, das Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Sprache direkt miteinander ins Gespräch bringt.
In kurzen, moderierten Gesprächsrunden entstanden neue Verbindungen, echte Begegnungen und vielleicht sogar erste Freundschaften – ganz im Sinne von SwaF: Vielfalt leben, Vorurteile abbauen und Menschen zusammenbringen.

Abgerundet wurde der Tag durch eine exklusive Stadtführung für die bundesweite SwaF-Delegation. Organisiert vom SwaF-Team Chemnitz bot die Tour spannende Einblicke in die Stadt und natürlich viel Raum für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben.

Die Präsenz einer bundesweiten SwaF-Delegation beim KOSMOS-Festival war etwas ganz Besonderes – denn normalerweise fehlt uns dafür das Geld. Umso mehr freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr dank großzügiger Spenden erstmals eine so vielfältige SwaF-Delegation nach Chemnitz einladen konnten: Ehrenamtliche, Tandemteilnehmende und Kolleg:innen aus vielen Standorten reisten an, um zwei inspirierende Tage voller Austausch, Begegnung und Gemeinschaft zu erleben. SwaFis aus Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig, Düsseldorf, Bochum, München, Frankfurt und Essen kamen zusammen, tauschten sich aus, lachten, lernten sich kennen – und ließen sich vom Festival inspirieren.
Für uns war das ein starkes Zeichen: Kulturelle Teilhabe und persönliche Begegnung dürfen nicht am Geld scheitern. Umso schöner, dass so viele dabei sein konnten.

„SwaF meets KOSMOS“ war weit mehr als ein Programmpunkt – es war ein starkes Zeichen für ein solidarisches, offenes Sachsen. Es zeigte, wie kraftvoll Begegnung sein kann, wenn Menschen aufeinander zugehen, voneinander lernen und gemeinsam gestalten. Für uns ist klar: Solche Begegnungen machen Mut und verändern nachhaltig.

Bundestreffen 2025: Zukunft gestalten, Gemeinschaft erleben

Drei Tage voller Begegnungen, Austausch und Ideen – das war das Bundestreffen 2025 von Start with a Friend. Fast 80 Teilnehmende aus vielen Standorten in ganz Deutschland kamen in Mannheim zusammen, um gemeinsam an einer offenen, vielfältigen und solidarischen Einwanderungsgesellschaft zu arbeiten.
Von der ersten herzlichen Begrüßung bis zum gemeinsamen Abschluss war das Wochenende geprägt von echtem Miteinander, spannenden Gesprächen und der Motivation, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Durch das Programm führte die Moderatorin Sanga Lenz mit viel Herz und Klarheit.

Am Freitag ging es vor allem ums Ankommen – nicht nur vor Ort, sondern auch miteinander.

Nach einer gemeinsamen Begrüßung und Orientierung gab es einen Rückblick auf das vergangene Jahr bei SwaF: Was lief gut? Welche Herausforderungen gab es?

Anschließend ging es in kleine moderierte Gruppen. Dort war Zeit für persönliche Gespräche, erste Eindrücke und gemeinsames Kennenlernen – unterstützt durch Fragen und Gesprächskarten. Der Tag endete mit einem gemütlichen Abendessen in entspannter Runde.
Das alles fand an einem ganz besonderen Ort statt: direkt am Fluss in Mannheim – ein wunderschöner Rahmen für neue Begegnungen und intensive Gespräche.

Der Samstag war dem intensiven Austausch gewidmet. In drei Workshop-Runden beschäftigten sich alle mit wichtigen Themen:

  1. Diskriminierungssensibles Arbeiten bei SwaF mit Expertin Nadine Golly – Wie können wir Räume schaffen, in denen sich alle sicher und wohl fühlen?
  2. Gesellschaftliche Entwicklungen und unsere Rolle – Wie gehen wir mit Spaltung und Unsicherheit in unserer Gesellschaft um?
  3. Ehrenamt vor Ort – Was brauchen wir an Unterstützung und Perspektiven?

Später wurden die wichtigsten Gedanken aus den Workshops gemeinsam gesammelt und besprochen – ein inspirierender Moment.
Am Abend wurde gefeiert: Nach dem gemeinsamen Angrillen wurde das Treffen zu einem kleinen Festival.

Es gab Musik vom Bridges-Kammerorchester, eine berührende Videobotschaft von Gilda Sahebi, und viele bewegende Momente bei der Verleihung des SwaF Awards 2025 sowie bei den Auftritten des SwaF Talents Programms. Es wurde gesungen, getanzt, Gitarre gespielt – und vor allem viel gelacht.

Der Sonntag stand im Zeichen der Zukunft: Wie wollen wir SwaF in den kommenden Jahren gestalten? Nach einem lockeren Start begann das interaktive World Café.
In rotierenden Gruppen tauschten die Teilnehmenden ihre Wünsche, Ideen und Vorschläge aus: Wollen wir hin? Was fehlt noch? Und wie kann jede*r sich einbringen?
Die gesammelten Ideen wurden direkt visualisiert und dokumentiert, damit sie in die zukünftige Arbeit von SwaF einfließen können. Der Abschluss brachte alle zusammen – ein Moment der Dankbarkeit und des gemeinsamen Miteinanders.

Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt

Das Bundestreffen 2025 war mehr als nur ein Event – es war ein lebendiger Ausdruck dessen, wofür SwaF steht: gelebte Solidarität, Räume der Unterstützung und das Vertrauen, dass wir gemeinsam eine bessere Gesellschaft gestalten können. Wir gehen gestärkt, verbunden und voller Ideen in die nächsten Jahre – und freuen uns auf das, was noch kommt.

Wir sind dankbar für all die inspirierenden Gespräche, das Lachen, die Offenheit und den Austausch. Mit neuen Perspektiven und viel Motivation kehren wir in unsere Städte und Standorte zurück, um weiter an unserer gemeinsamen Vision einer gerechten und vielfältigen Einwanderungsgesellschaft zu arbeiten – ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden und Referent*innen für ihre Beiträge, ihre Energie und ihre Präsenz an diesem besonderen Wochenende.

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